1. Januar 2026
Millionen Menschen haben in der Silvesternacht 2025/26 den Jahreswechsel fröhlich, friedlich und verantwortungsvoll mit Feuerwerk gefeiert. Die seit Wochen herbeigeredete „Horrornacht“ ist ausgeblieben. Mit einer enormen Nachfrage nach Silvesterfeuerwerk und einem weitestgehend friedlichen Jahreswechsel erteilen die Bürgerinnen und Bürgern Verbotsforderungen eine Absage. Gleichzeitig kam es an wenigen Stellen erneut zu dramatischen Ereignissen durch illegale Explosivstoffe und Eigenbauten. Dem Problem der illegalen Pyrotechnik muss weiterhin mit intensiven Bemühungen in Prävention und Kriminalistik begegnet werden.
Millionen Menschen in Deutschland feierten den Jahreswechsel friedlich und sicher. Geschäftsführer Christoph Kröpl kommentiert: „Der vergangene Jahreswechsel hat gezeigt: 99,9% der Menschen feiern ihren Jahreswechsel sicher und bunt. Für rund ein Viertel der Bevölkerung gehört das aktive Selberzünden von Silvesterfeuerwerk dazu, Millionen weitere schauen zu und erfreuen sich am Lichterglanz. Das Feuerwerk zum Selberzünden erfreut sich größter Nachfrage und bleibt integraler Bestandteil eines bunten Jahreswechsels. Ein Verbot des legalen und sicheren Silvesterfeuerwerk würde die Kriminalisierung von Millionen friedlichen Bundesbürgern bedeuten. Doch auch nach dieser vergleichsweisen ruhigen Silvesternacht werden wir erleben, wie die immergleichen Akteure versuchen, diese in eine Horrornacht umzudichten. Die zurückliegende Nacht hat jedoch deutlich gezeigt, dass die gesellschaftliche Reifeprüfung des verantwortungsbewussten Umgangs mit Feuerwerk bestanden wurde“. In Berlin wurde die Feuerwehr insgesamt 1830-mal alarmiert, darunter Einsätze zum Löschen und für medizinische Vorfälle. Das ist 840-mal weniger als am 27.12.2025, als es allein aufgrund von Glatteis zu 2670 Einsätzen kam.
Auch in einer weitestgehend friedlichen Silvesternacht kam es erneut zu dramatischen Vorfällen mit illegalen Explosivstoffen, Feuerwerkskörpern aus dem Profi-Bereich, die niemals in den Händen von Laien hätten landen dürften, sowie gefährlichen Eigenlaboraten. „Die leichte Verfügbarkeit illegaler Pyrotechnik bleibt ein massives innenpolitisches Problem. Das erfordert konsequentes Handeln und stärkere Bemühungen in Prävention und Kriminalistik. Das Hantieren mit Feuerwerkskugeln, Blitzknall-Böllern und selbstgebauten Sprengsätzen haben nichts mit zugelassenem und zertifizierten Silvesterfeuerwerk zu tun. Wer schwere Unfälle und Todesfälle instrumentalisiert und daraus Verbotsforderungen von sicherem und geprüftem Kleinfeuerwerk fordert, verhält sich pietätlos und fachpolitisch verantwortungslos”. Schwere Handverletzungen wie etwa abgetrennte Gliedmaßen, die etwa das Unfallkrankenhaus Berlin meldet, sind ausschließlich auf illegale Feuerwerksköroper zurückzuführen. Mit legalem Silvesterfeuerwerk ist dieser Typ Verletzungen physikalisch nicht möglich.
Im vergangenen Jahr hatte der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk e.V. seine Bemühungen im Bereich der Präventionsarbeit ausgebaut, u.a. in Kooperation mit dem Unfallkrankenhaus Berlin, der Berliner Feuerwehr sowie der Polizei Berlin im Projekt C.L.E.V.E.R.. Der Bundesverband ruft dazu auf, diese Bemühungen fortzusetzen und zu intensivieren. Weitreichendere Unterstützung seitens der Politik für Präventionsangebote ist notwendig. „Wo man frühzeitig informiert, Regeln durchsetzt und gezielt gegen Missbrauch vorgeht, sinkt das Eskalationsrisiko – ohne die pauschale Bestrafung von Millionen friedlich Feiernden“, so Kröpl. „Mit mehr Aufklärung und Präventionsarbeit – gerade bei Jugendlichen – kann man solche Nächte noch weiter befrieden. Ein buntes und friedliches Silvester für alle und mit Feuerwerk ist möglich.“
Wie üblich registrierte das deutsche Luftmessnetz kurz nach dem Jahreswechsel in einigen Städten vorübergehend erhöhte Feinstaubkonzentrationen: In der ersten Stunde nach Mitternacht maßen 188 von 354 Stationen Konzentrationen über 50 μg/m³. Bei einer Überschreitung von 50 μg/m³ über den Zeitraum von 24 Stunden muss von einer gesundheitlichen Gefährdung ausgegangen werden. Die Belastung ist in der Silvesternacht jedoch deutlich kürzer. Wie Daten des Umweltbundesamts zeigen, war der Grenzwert bereits um 4 Uhr morgens an über 90% aller Messstationen wieder unterschritten. „Vereinzelt werden in der Silvesternacht Extremwerte gemessen. Mit unzulässigen Verallgemeinerungen werden diese immer wieder instrumentalisiert, um den tatsächlichen Umwelteinfluss von Feuerwerk zu verzerren. Anders als oftmals dargestellt entsteht durch das Silvesterfeuerwerk keine anhaltende Feinstaubelastung. Auch dieses Jahr ist die Luft bereits zum Neujahrsmorgen wieder rein”, sagt Kröpl.
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