9. Februar 2026
Neuer Vorstand im Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk e.V. (bvpk) – Mitgliederwachstum, Schutz von Kulturgut statt Verboten und Prävention gegen die Gefahren illegaler Pyrotechnik
Berlin, 09. Februar 2026 – Der Bundesverband Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk e.V. (bvpk) hat auf seiner Mitgliederversammlung am 07. Februar 2026 einen neuen ehrenamtlichen Vorstand gewählt. Bjian Salari wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt (zuvor 2. Vorsitzender). David Kersting wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt (neu im Vorstand, zuvor ehrenamtlich aktiv). Felix Martens bleibt geschäftsführender Vorstand. Der langjährige Vorsitzende Ingo Schubert trat nicht erneut an und wurde im Rahmen der Versammlung gebührend und herzlich verabschiedet.
Der bvpk verzeichnet für 2025 ein Mitgliederwachstum von 8 Prozent. Vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Verbotsdebatte rund um Silvester kündigt der Verband einen notwendig Strategiedebatte an, Feuerwerk als schützenswerte Kulturtechnik stärker sichtbar zu machen und die Prävention von Gefahren illegaler Pyrotechnik sowie Bildungsangebote auszubauen.
Feuerwerk bleibt für den bvpk ein wesentlicher Teil der deutschen und europäischen Festkultur, von Privatpersonen abgebranntes Feuerwerk gehört dazu. Dies soll zur Freude aller weiterentwickelt und illegale und gefährliche Pyrotechnik zurückgedrängt werden.
Nachfrage steigt – Händler-Rückmeldungen bestätigen Trend
In einer bvpk-Befragung von Feuerwerkshändlern gaben rund 50 Prozent der antwortenden Händler an, dass die Nachfrage nach Silvesterfeuerwerk gestiegen sei; bei jeweils rund einem Viertel sank die Nachfrage oder blieb gleich. Feuerwerk zu Silvester bleibt demnach äußerst beliebt. Auch eine repräsentative Umfrage des TÜV-Verbandes Ende Dezember zeigt: 22 Prozent der Menschen über 18 Jahren in Deutschland (15,4 Mio) kaufen Feuerwerk; davon sind gut die Hälfte Familien mit Kindern.
Der bvpk kritisiert, dass eine seit Jahren energisch geführte Verbotskampagne die Debatte zunehmend polarisiert und dadurch Menschen angefeindet und sogar bedroht werden, dadurch wird die gesellschaftliche Stimmung weiter verschlechtert. Dies bestätigt auch eine Mitgliederumfrage des bvpk an der sich im Januar 370 Mitglieder beteiligt haben, von denen mehr als 30% angaben, beim Umgang mit Feuerwerk verbal angegangen, beleidigt oder sogar bedroht worden zu sein.
Diese Zuspitzung auf ein Verbot lenkt vom Kernproblem zu Silvester ab: illegale Pyrotechnik und deren Vertriebswege.
Position des bvpk: Illegales ist das Problem – nicht geprüftes, legales Feuerwerk
Der bvpk betont: Pauschale Verbote sind unverhältnismäßig und lösen die realen Probleme nicht. Der aktuelle Rechtsrahmen gehört zu den strengsten in Europa und ist bereits restriktiv: Die Verwendung von F2-Feuerwerk ist erlaubnisfrei nur am 31.12. und 01.01. gestattet; der Verkauf ist auf die letzten Geschäftstage des Jahres begrenzt. Zugleich bestehen schon heute Möglichkeiten, örtlich sensible Bereiche zu schützen und durch die schon bestehende Möglichkeit eines Böllerverbots in den Kommunen (SprenV§24 (2) 2.) bei Bedarf weitere Maßnahmen durchzuführen. Die Forderungen nach kommunalen Verbotsklauseln würden zu bundesweit uneinheitlicher „Kleinstaaterei“ führen und somit aus Sicht des bvpk eher zu Verlagerung und Unübersichtlichkeit.
Zitate Vorstand und Geschäftsführung bvpk
Bjian Salari, 1. Vorsitzender:
„Unser Ziel ist der Erhalt des exzitierenden Rechtsrahmen für die private Nutzung von Feuerwerk. Aber grundsätzlich muss auch differenziert werden zwischen geprüfter, legaler Pyrotechnik und gefährlichen illegalen Explosivstoffen. Pauschalverbote schwächen am Ende nur die Kontrolle – und stärken den Schwarzmarkt.“
David Kersting, 2. Vorsitzender:
„Die Debatte braucht mehr valide Daten, weniger Reflexe. Händler-Rückmeldungen und Importzahlen sprechen für eine anhaltend hohe Nachfrage – während die Diskussionen oft am eigentlichen Problem vorbeigehen: illegaler Pyrotechnik und Missbrauch von Profi-Feuerwerk.“
Felix Martens, geschäftsführender Vorstand:
„Feuerwerk ist weltweites Kulturgut und Kunsthandwerk. Es schafft kollektive Momente in Zeiten von Vereinzelung. Unsere Antwort auf Konflikte ist Aufklärung und Prävention: Wissen, Verantwortung, Ausbildung – und konsequentes Vorgehen gegen illegale Pyrotechnik. Dafür steht der bvpk.“
Christoph Kröpl, Pressesprecher und Geschäftsführer:
„Die Politik muss das adressieren, was an Silvester tatsächlich eskaliert: illegale Ware, Missbrauch und organisierte Vertriebswege. Wer stattdessen legales, geprüftes Feuerwerk zum Sündenbock macht, lenkt von Lösungen ab, um weiter im Trüben zu fischen. Das wäre eine politische Bankrotterklärung der Bundesregierung“
Unser vollständiges Positionspapier zur Silvesterfeuerwerk finden Sie hier
Mit freundlichen Grüßen
Christoph Kröpl
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