19. Juni 2026
Der Bundesverband für Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk e.V. (bvpk) bewertet es positiv, dass die Innenministerkonferenz (IMK) in Hamburg keine neuen Maßnahmen zum Silvesterfeuerwerk beschlossen hat. Dies wurde heute bei der Abschlusspressekonferenz der IMK deutlich. Dort spielte das Thema Änderung des Sprengstoffrechts, unter das auch Feuerwerk fällt, keine Rolle, obwohl es auf der Tagesordnung stand.
Der bvpk fordert nun endlich einen Dialog unter Einbeziehung der pyrotechnischen Fachverbände zum Schutz und zur Weiterentwicklung des privaten Feuerwerks sowie insbesondere zum gemeinsamen Kampf gegen illegale Pyrotechnik.
„Wir begrüßen, dass die Innenministerkonferenz offenbar wieder darauf verzichtet hat sich gegen Silvesterfeuerwerk auszusprechen. Gleichzeitig bleibt die Frage bestehen, warum die Fachverbände im Vorfeld von Beratungen zum Thema nicht einbezogen wurden. Wer über Feuerwerk spricht, sollte auch mit denen sprechen, die sich täglich damit beschäftigen“, erklärt bvpk Geschäftsführer Christoph Kröpl.
Der bvpk hatte bereits im Vorfeld mehrfach seine Gesprächsbereitschaft signalisiert und seine fachliche Unterstützung angeboten. Dieses Angebot bleibt bestehen.
Der Verband fordert, die Diskussion künftig stärker auf die tatsächlichen Herausforderungen satt auf Verbote rund um den Jahreswechsel zu konzentrieren. Dazu gehören insbesondere Handel und die zunehmende Verbreitung illegaler Pyrotechnik, der Missbrauch nicht frei verkäuflicher Feuerwerkskategorien sowie die Nutzung nicht zugelassener Produkte.
„Die zugelassene Feuerwerkskategorie F2 wird seit Jahren für Probleme verantwortlich gemacht, die häufig ganz andere Ursachen haben. Wer die Situation an Silvester verbessern möchte, sollte dort ansetzen, wo die tatsächlichen Probleme entstehen und sich nicht vor den Karren unsachlicher Verbotsforderungen mit nicht belastbaren Argumenten spannen lassen“, so Kröpl weiter.
Darüber hinaus fordert der bvpk einen grundsätzlichen Perspektivwechsel in der öffentlichen Debatte.
„Statt immer nur über neue Einschränkungen und Verbote zu diskutieren, sollten wir endlich darüber sprechen, welchen kulturellen Wert Feuerwerk für Millionen Menschen besitzt. Vielleicht wäre es sogar sinnvoll, darüber nachzudenken, ob Feuerwerk künftig wieder stärker als Teil unserer Festkultur verstanden werden kann und wir dieses wundervolle Kulturerbe auch an weiteren Feiertagen privat nutzen können sollten.“
Besonders wichtig sei dabei auch die gesellschaftliche Symbolik von Feuerwerk.
„In einer Zeit, die von Kriegen und internationalen Konflikten geprägt ist, sollten wir nicht vergessen: Feuerwerk ist die einzige Form der Nutzung von Schwarzpulver, die mit Freude, Gemeinschaft und positiven Emotionen verbunden ist. Es steht für Feiern statt Kämpfen und für Begegnung statt Konfrontation.“, schließt Kröpl.
Weiterführende Informationen:
Unsere Pressemitteilung vor Beginn der IMK Vorkonferenz vom 01. Juni 2026 finden Sie hier: www.bvpk.org/aktuelles/pm-kommunale-oeffnungsklausel
Die Analyse der bvpk Abfrage zu illegalen Explosivstoffen bei der Polizei finden Sie hier: www.bvpk.org/aktuelles/illegales-feuerwerk
Das bvpk Positionspapier zu Silvesterfeuerwerk finden Sie hier: www.bvpk.org/positionen-silvesterfeuerwerk
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